Zur Allee
Im
Jahre 1662 begannen Johann Lothar Waldbott von Bassenheim
und seine Gemahlin Anna Magdalena eine kleine Barockkirche auf
dem Karmelenberg zu errichten, dazu eine Allee, die von der
Andachtsstätte bis fast nach Bassenheim führte. Damals schon eine
Wallfahrtststätte, zu der gepilgert wurde, steht die Kapelle heute
als Kulturgut unter dem Schutz der Haager Konvention.
Die Allee sowie
der Karmelenberg sind als geschützte Naturdenkmale ebenfalls
gewürdigt worden. Ein beachtenswertes Ensemble – aber mit dem soeben erschienenen
Buch „Traumgeflüster in einer Allee“ soll die Aufmerksamkeit auf die Allee
gelenkt werden. Ihre Besonderheit wurde schon vor etwa 350 Jahren bei der
Pflanzung unterschiedlicher Baumarten angelegt. Eichen und Linden im Wechsel,
dazwischen Buchen und Rosskastanien strahlen während des ganzen Jahres einen
vielfältigen Zauber aus. Nun hat im Laufe der Jahrhunderte die Natur in ihrer
Spielfreude die Baumvarianten in dieser Allee in großem Maße erweitert. Überragend
sind die alten Eichen und Linden und einige alte Buchen, Bäume, die von den
Jahrhunderten geprägt sind und noch die Seufzer und Gebete der Pilger gehört
haben. Ihnen gilt diese Würdigung der Allee zum Karmelenberg von der Hand
einer in Deutschland an hervorragender Stelle bekannten Malerin. Bäume wirklich
sehen zu lernen vermittelt Eleonora Heine-Jundi, eine Künstlerin, die dem
Betrachter auch mit ihrer Dichtkunst Bäume näher bringt. Sie hat mit
Leidenschaft
und Hingabe in Wochen und Monaten die Gesichter und ihre Wandlungen an den
Alleebäumen aufgespürt und mit Zeichen- und Aquarellstrichen sichtbar gemacht.

